VGP mit Deutschen Jagdterriern

Geschrieben von Christian Tischer
 
Am 22.9 2007 fand die Vollgebrauchsprüfung des Österreichischen Clubs  für Deutsche Jagdterrier Landesgruppe Niederösterreich-Wien in Karlstein statt.
 

Die Prüfung wurde von Robert Riss hervorragend organisiert und war ein ganz großartiges Erlebnis. Wir selbst sind mit Claremorris Oberon gestartet und wurden in einer Gruppe von drei Gespannen, also mit zwei Deutschen Jagdterrier, von Christian Heger und Christian Zotter geprüft. Herr Heger war gleichzeitig der Prüfungsleiter der VGP.

Treffpunkt war um 07:30, das erste Prüfungsfach war die 600 Schritte Schweißfährte mit einer Stehzeit von 18 Stunden. Das Losglück meinte es gut mit uns, wir erhielten die erste Fährte und konnten sie recht ordentlich bewältigen. Zwar kein Abruf, aber dennoch keine perfekte Leistung brachten uns gute drei Punkte ein.

Danach ging es zur Wasserarbeit; dort wird das Stöbern und das Bringen aus dem Wasser überprüft. Auch hier konnten wir mit Obi sehr gut abschneiden, mit nur einem Punkt unter der maximal möglichen Punktezahl sind wir schon etwas entspannter zur Mittagspause gekommen.

In dieser Pause fanden die Richter durchaus anerkennende Worte für unseren Weißen. Voller Stolz ging es danach mit dem Ziehen aus dem Bau weiter. Dabei muss der Hund in eine künstliche Röhre einschliefen, einen toten Fuchs packen und rausziehen. Obi zeigte eine perfekte Leistung und auch dazu gratulierten uns die Richter und die anderen Hundeführer in einer wirklich außergewöhnlich fairen Art und Weise. Überhaupt muss man sagen, dass weder unter den Richtern noch unter den Hundeführern Neid oder Schadenfreude zu erleben war. Alles lief besonders freundlich und entspannt ab, Streitereien gab es niemals.

Dann ging es zum Gehorsam, was das Folgen durch den Stangenwald angeht, wieder eine solide Leistung, was das Ablegen bei Schuss angeht die zu erwartende mittelmäßige Leistung. Obi steht seit Jahren n dauerndem Jagdeinsatz, für ihn bedeutet ein Schuss aus einem Gewehr eben Arbeit. Ein Punkt blieb dennoch über; ein besserer Preis als der dritte war jedoch nicht mehr möglich.

Als Nächstes ging es zur Schleppenarbeit, bei welcher der Hund ein Stück Wild aus 150 Schritten Entfernung apportieren soll. Hier mussten wir leider feststellen, dass wir heute nicht in allen Fächern das Glück auf unserer Seite hatten. Oberon zeigte eine sehr schlechte Leistung, schlechter als bei jeder Übungsschleppe, aber so etwas gibt es eben.

Wir sind auch zum Zusatzfach der Freiverloren Suche angetreten, dort muss der Hund ein Stück Wild auf einer Fläche finden und apportieren.

Das Wild allerdings auf die Fläche geworfen und nicht geschleppt, so kann er sich nicht an einer Fährte orientieren, sondern muss eben frei suchen. Beinahe ein wenig überraschend konnten wir bei diesem Fach eine sehr solide Leistung zeigen und die Gesamtpunkte noch etwas aufbessern. Das letzte und damit entscheidende Fach war das Stöbern, wobei der Hund eine Dickung selbständig absuchen und etwaiges Wild finden und rausdrücken muss.

Das hat Obi ganz gut geschafft, laut hat er einen Hasen gefunden und verfolgt. Nach ca. 10 Minuten war er auch wieder da, was rasch genug war und damit war die Prüfung mit 196 Punkten im dritten Preis geschafft.

Nochmals ein großes Dankeschön an die Damen und Herren vom Club für Deutsche Jagdterrier, die uns diese Teilnahme ermöglicht haben. Es ist keineswegs eine Selbstverständlichkeit, dass eine andere Rasse so freundlich aufgenommen wird. Großer Dank gebührt besonders den Veranstaltern sowie den Richtern.

Ganz große Gratulation auch an Robert Riss, der mit dem DJT Rüden Attila vom Murgtal nicht nur den 1A Preis erlangen konnte, sondern mit seiner Leistung auch Gebrauchssieger wurde. Wir freuen uns, mit Obi wieder einen großen Erfolg erreicht zu haben. Er hat einmal mehr bewiesen, dass unsere Weißen durchaus gute Jagdhunde sind, die auch im Allround Einsatz ihre Berechtigung haben.