Die Prüfung wurde von
Robert Riss hervorragend organisiert und war ein ganz
großartiges Erlebnis. Wir selbst sind mit Claremorris Oberon
gestartet und wurden in einer Gruppe von drei Gespannen, also
mit zwei Deutschen Jagdterrier, von Christian Heger und
Christian Zotter geprüft. Herr Heger war gleichzeitig der
Prüfungsleiter der VGP.
Treffpunkt war um
07:30, das erste Prüfungsfach war die 600 Schritte
Schweißfährte mit einer Stehzeit von 18 Stunden. Das Losglück
meinte es gut mit uns, wir erhielten die erste Fährte und
konnten sie recht ordentlich bewältigen. Zwar kein Abruf, aber
dennoch keine perfekte Leistung brachten uns gute drei Punkte
ein.
Danach ging es zur
Wasserarbeit; dort wird das Stöbern und das Bringen aus dem
Wasser überprüft. Auch hier konnten wir mit Obi sehr gut
abschneiden, mit nur einem Punkt unter der maximal möglichen
Punktezahl sind wir schon etwas entspannter zur Mittagspause
gekommen.
In dieser Pause fanden
die Richter durchaus anerkennende Worte für unseren Weißen.
Voller Stolz ging es danach mit dem Ziehen aus dem Bau weiter.
Dabei muss der Hund in eine künstliche Röhre einschliefen,
einen toten Fuchs packen und rausziehen. Obi zeigte eine
perfekte Leistung und auch dazu gratulierten uns die Richter
und die anderen Hundeführer in einer wirklich außergewöhnlich
fairen Art und Weise. Überhaupt muss man sagen, dass weder
unter den Richtern noch unter den Hundeführern Neid oder
Schadenfreude zu erleben war. Alles lief besonders freundlich
und entspannt ab, Streitereien gab es niemals.
Dann ging es zum
Gehorsam, was das Folgen durch den Stangenwald angeht, wieder
eine solide Leistung, was das Ablegen bei Schuss angeht die zu
erwartende mittelmäßige Leistung. Obi steht seit Jahren n
dauerndem Jagdeinsatz, für ihn bedeutet ein Schuss aus einem
Gewehr eben Arbeit. Ein Punkt blieb dennoch über; ein besserer
Preis als der dritte war jedoch nicht mehr möglich.
Als Nächstes ging es
zur Schleppenarbeit, bei welcher der Hund ein Stück Wild aus
150 Schritten Entfernung apportieren soll. Hier mussten wir
leider feststellen, dass wir heute nicht in allen Fächern das
Glück auf unserer Seite hatten. Oberon zeigte eine sehr
schlechte Leistung, schlechter als bei jeder Übungsschleppe,
aber so etwas gibt es eben.
Wir
sind auch zum Zusatzfach der Freiverloren Suche angetreten,
dort muss der Hund ein Stück Wild auf einer Fläche finden und
apportieren.